Sanddorn – Aus bitter wird süß

Die Kinder sind ja bekanntlich aus dem Haus, von daher kann meine Frau häufiger auf der Insel sein. Und was machen kinderlose Eltern, wenn sie Zeit haben – spazieren gehen – Vögel ansehen – im Garten pusseln … behaupten zumindest unsere Kinder.

Es ist aber auch zu schön über die Insel zu laufen. Zur Zeit ist es eine orange Pracht, der Sanddorn ist reif – und, logisch, dann die Überlegung: „Man müsste doch eigendlich mal wieder…“. Pflücken dürfen, wenn ich es richtig weiß, nur die Insulaner für den Eigenbedarf, denn Sanddorn steht unter Naturschutz. Die Beeren kann man von der Pflanze fast nicht abbekommen, sie sitzen zu fest – eine riesen Sauerei. Früher wurden zwei Bretter mit einem Scharnier verbunden zu einer Presse – immer noch eine Sauerei, die tunlichst nicht in der Küche stattfinden sollte. Heute packt man alles in eine Tüte und ab in die Truhe – gefrieren lassen, dann geht es.

Rezepte gibt es viele … Meine Frau ist eher für Marmelade – ich für Likör. Aber da ich schreibe, ein Rezept für Sanddornlikör.

Man nehme: 750g Sanddorn – 250g braunen Zucker (braun wegen der Farbe) – eine Flasche Wodka, Rum oder billigen Schnaps (ich nehme nie Rum, da der durchschmeckt) – eine Vanilleschote. Der Rest ist ganz einfach – alles in eine Flasche zusammenfüllen, schütteln und dann sieben bis acht Wochen an einem sonnigen Platz stehen lassen – zwischendurch schütteln. Dann alles abgießen und in eine schöne Flasche umfüllen – fertig. Vor dem Verzehr noch einmal schütteln, da sich das ganze immer wieder entmischt.

Viel Spass, aber man kann den Likör natürlich auch kaufen.

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