Einmal im Jahr

Es muss schon sehr warm sein, fast schon schwül, dann sitzt man zufällig auf dem Balkon mit Blick auf den Deich, oder zumindest so, dass man den Deich im Blick hat, …. und dann geht es los.

Dann fallen sie auf, die Seeschwalben, nicht mehr in der Kolonie auf dem Heller sondern in der Luft, nicht nur viele, sondern gefühlt alle. Radau ohne Ende, der Himmel ist voll, Chaos in der Luft und in Bodennähe, Flugschau ohne Mindestabstand, die Vögel fliegen einem im wahrsten Sinn um die Ohren. Und weil sie so dicht fliegen kann man sogar sehen wie sie die Schnäbel öffnen und schliessen. Dann ahnt man, es ist Hochzeitsflug der Ameisen. Aus allen Völkern fliegen gleichzeitig die Ameisen zur Begattung, wie die den Termin kennen weiss ich nicht, aber für die Einen ist es Staatengründung und für die Anderen eine willkommene Ergänzung des Speiseplans.

Silbermöwen uns Stare machen es anders, bleiben am Boden. Silbermöwen laufen von Ost nach West den Deich ab, fliegen dann zurück, beginnen erneut und die Stare, tja, die machen was sie wollen.

Ein Gedicht

Ich habe zur Zeit keine Lust über Corona, oder die Parkplätze in Nessmersiel, oder die Weltwirtschaft, oder den Ex-Bürgermeister, oder den Skandal in der Fleischindustrie zu lamentieren, daher gibt es heute mal ein Gedicht. Was nicht heißt, das alle toll wäre, ne, ne…. Es, also das Gedicht, stand in einem unserer Gästebücher, …. hat mir gut gefallen.

 

Ich denke, ich setze mich heute Mittag mal hinten im Osten in die Dünen.

Heute mal ein Gastbeitrag

Heute ein wenig anders. Wer uns schon über längere Zeit begleitet, kennt die Geschichten über die Buchstaben in unseren Fluren. Gelandet ist, auf verschlungenen Wegen, eines unserer MOINs bei Niklas, einem langjährigen Freund von Michel, und der, ja der, hat den Artikel verfasst …

Das MOIN, das auf Reisen ging

Es war einmal ein MOIN, dass auf einer Norddeutschen Insel lebte. Die Umgebung war rau, aber schön. Es liebte die Seeluft und den Sand unter seinen … ääääh Füßen, ja genau. Es lernte viele nette Menschen kennen hörte den Geschichten zu, die die Menschen aus Ihrem Leben erzählten. Am liebsten mochte das MOIN die Geschichten, die die Menschen von der großen weiten Welt erzählten. Jedes Mal gab es etwas Neues zu hören.

Nachts malte sich das MOIN oft aus, wie es ein Entdecker war, der um die Welt segelte. So schwer konnte das ja nicht sein. Es hatte den Inselbewohnern schon oft beim Boot fahren zugeschaut.

Auf Reisen

Eines Tages packte das Moin das Reisefieber. Es nahm all seinen Mut zusammen und passte eine glückliche Gelegenheit ab. Es versteckte sich in einer Kiste, von der es wusste, dass sie mit der Fähre wegfahren sollte. Durch einen Spalt in der Kiste blickte es in den Horizont, während die Fähre durch die endlos scheinende, aber doch vertraute Nordsee tuckerte. Am Festland angekommen wurde das MOIN in seiner Kiste in eine seltsame Landfähre – ein Auto, wie das MOIN später lernte – gesteckt. Danach ging es mit dem Zug weiter und viele Stunden später und hunderte Kilometer weiter im Inland erblickte das MOIN das erste Mal einen Blick auf das malerische Elbufer von Dresden. Solche riesigen und prächtigen Gebäude hatte das MOIN noch nie gesehen. Das MOIN beschloss sich einmal das Leben in der Großstadt anzuschauen.

Die Tage flogen dahin. Das MOIN nahm unzählige neue Eindrücke war. Es genoss die Sonne und das Panorama am Elbstrand, streifte durch die historischen Stadteile und die Szeneviertel. Es probierte die kulinarische Spezialität des Ostens, das Sterni. War ganz okay, aber kam bei weitem nicht an ein Jever ran. Es lernte alle Arten von Menschen und Begrüßungen kennen. Die GRÜß GOTT´s, die SERVUSSE die STILLEN ZUNICKER (Ganz seltsame Zeitgenossen sag ich euch), die hippen WAS GEHT´s und die HEY´s und HI´s. Sogar einige HELLO´s, HOLA´s und BONJOUR´s aus fernen Ländern. Zuerst fanden einige Begrüßungen das MOIN ulkig vor allem gegen Mittag. Doch mit der Zeit wuchs das MOIN den anderen Begrüßungen ans Herz und wurde in den wilden Begrüßungsmix aufgenommen.

So lebte das MOIN ein aufregendes und wildes Leben in der großen Stadt. Doch je länger das MOIN im Großstadtdschungel umherstreifte, desto mehr vermisste es auch die Ruhe und Idylle seiner kleinen Nordseeinsel. Eines Tages beschloss das MOIN, dass es genug von der großen Stadt gesehen hatte und hüpfte kurzerhand in eine Kiste zurück auf die Insel.

 

Dort freute es sich auf die bekannten Gesichter, die Seeluft und ein kühles Jever.

Zuhause ist es eben doch am schönsten.

Die Inseln sind wieder offen…

Ganz ehrlich, ich hatte gehofft die Sommerferien in diesem Jahr noch mitnehmen zu können. Damit wäre ich schon zufrieden gewesen. Und dann das …. Die ersten Tag haben wir jetzt schon rum, Zeit Bilanz zu ziehen. Ach nee, erstmal abwarten, wie es jetzt weitergeht. Vieles läuft noch so – na ja… könnte doch noch was werden im Jahr 2020 👍🍀.

Der Busanschluss zum Bahnhof Norden ist noch nicht installiert – also Taxi fahren. Zusätzlich ist die Baltrum Linie neuer Pächter der Tagesparkplätze, Assing darf die Autos nicht mehr hinter den Deich fahren, macht der Gast jetzt selber. Sollte man eine Stunde für einplanen.

Einkaufen gestaltet sich etwas schwierig auf der Insel, die Läden sind klein, die Personenzahl in den Läden begrenzt. Jetzt denke ich als Insulaner natürlich, die Gäste kennen sich aus mit den Regularien in Pandemie Zeiten, aber weit gefehlt. Wir sind hier die Inseln der Glückseligen, da kann nichts passieren, da braucht man auf nichts zu
achten, wie im Paradies, nur Wasser drum rum – ja, so muss das wohl sein 😍🏖.

Aber so in Summe, bei dem geringen Vorlauf, prima. Das Wetter ist auch gut, das offene Meer immer noch auf der richtigen Seite, die Sonnenuntergänge schön, die Brötchen frisch.

Wir wünschen einen schönen Urlaub!

Was machen die denn jetzt?

Ja, was machen wir jetzt auf der Insel

Die klassische Winterfrage, die jetzt auch im Frühjahr gestellt wird.

Ist man hier, ist das gar nicht so schwer. In und um die Häuser gibt es ja immer diese kleinen „Müsste man mal“ Baustellen – da hilft jetzt nichts mehr, da muss man ran. Ist bei ihnen nicht so? Glück gehabt. Ansonsten, klar, an den Strand, spazieren gehen, Insulaner mit kleineren Kinder buddeln im Sand ….

…. und, wir spielen ganz viel, haben wir schon ewig nicht mehr gemacht.

Nutzen Sie die Zeit für was auch immer und bleiben sie gesund

Corona

Alles anders,

soviel Ruhe.

Ja, normal ist das jetzt nicht, für niemanden. 

Die Insel ist leer, so leer wie sonst nie, so wird es auf den anderen Inseln auch sein. Bis nach Ostern sind alle Buchungen storniert, was dann kommt – wir werden sehen.

Ich wundere mich nur, wie schnell Tiere auf die Stille reagieren und Orte besetzten. Der Seehund lag in alle Ruhe am Strand, robbte dann sogar auf mich zu und nachmittags zogen Rehe an der Terasse vorbei. Kein Foto, da rechnet niemand mit. Wahrscheinlich muss man sich entscheiden, Tiere oder Touristen.

Bleiben Sie alle gesund

Wir sind ja alle so nachhaltig ….

…. und so gut

Im Sommer ist das voll

Im Sommer ist das voll

Info

Info

Uns hat jahrelang geärgert, was an Lebensmitteln so im Müll landet. Nein, keine Diskussion über containern, nicht weltweit und in Kilogramm pro Kopf oder Prozenten ermittelt, sondern bei uns, in den Ferienwohnungen. Als Versuch haben wir dann ja in den Häusern diese Körbe aufgestellt – das funktioniert gut. Obst ist verwertbar, bei anderen Artikeln kann ich direkt sehen, was der deutsche Mittelstand so verzehrt – von Bio über Vegan, gluten- und laktosefrei bis hin zu gesunden und weniger gesunden Kinderprodukten. Morgens denke ich, kannste wohl mitnehmen und abends ist es weg – gut so.

Was mich aber immer wieder wundert – da packt die fünfköpfige Familie bei Abreise „eine“ Banane in den Korb. Haben da vier Familienmitlieder Bananenallergie und Eines ist satt? Denken die Gäste, die Anderen kennen das Obst nicht und möchten das auch mal probieren? Ich weiss es nicht.

Egal, wir probieren dann schon mal Dinge, die nie auf meiner Einkaufsliste stehen.

Weihnachtsanschreiben

Kommt die Post nicht an?

Das weiss ich natürlich nicht, klappt auf die Insel nicht immer, aber wie das auf dem Festland ist, kann ich natürlich nicht sagen. Um die armen Briefträger zu entlasten, haben wir und jedenfalls entschieden, die Weihnachtsbriefe einzustellen. Die Zeiten, in denen wir als Insulaner Informationen an Gäste weitergeben konnten gehören der Vergangenheit an. Unsere Gäste wissen in der Regel besser bescheit als wir, >baltrum online<, diversen Foren und facebook sei Dank –  zumindest was die Buschtrommeln angeht. Wirklich sensible News können wir auch nicht zum Besten geben, die Halbwertszeiten von Infos beträgt häufig nur Stunden – und wenn irgendwo ein Haus verkauft wurde, glaube ich das erst, wenn der Umzugscontainer vor besagter Tür steht. Erfahrungswerte

Es ist vorbei

Das Jahr ist rum

Na ja, stimmt natürlich nicht Ende Oktober, aber für uns hier auf der Insel – die Herbstferien sind so gut wie vorbei, nächstes Wochenende kommen die Stege aus dem Wasser, die meisten Boote sind schon raus. Der Urlaub ist von vielen schon gebucht, die Winterarbeitslisten sind geschrieben. Die sind Handwerker hoffentlich beauftragt, sonst wird das nichts, dann braucht man nur die Jahreszahl für den nächsten Winter zu ändern.

Ja, ein paar Gäste gibt es immer, aber das hält sich im Rahmen – die ersten Wochen so in aller Ruhe sind prima, nach Weihnachten geht dann alles ganz fix – und im März wird es langweilig und ich bin froh wenn es wieder los geht.

Gang um die Insel

Queller

Wenn wir dann an den Wochenende so mal die Zeit haben, um um die Insel zu laufen, ist ja häufig das Wetter nicht so toll. Und wie das so ist verschiebt man die Dinge, die man immer tun kann dann auch gerne. Aber neulich passte mal wieder alles zusammen. Gut, dass die Insel sich ständig verändert ist jedem klar. Am Ostende wächst der Strandhafer seit Jahren von den Dünen aus in Richtung Strand und der Strand wird höher. Wenn man dann an der  an der Schutzzone lang zurück Richtung NTB läuft, kommt man ja durch die Senke, wo ewig lange das Wassern steht und in erster Linie Schilf wächst. Aber in diesem Jahr gibt es da Queller. So weit das Auge reicht wäre ja auf der Insel wirklich gelogen, aber schon auffallend grosse Flächen. Und Queller ist ja nun eindeutig eine Pionierpflanze, die auf regelmässig überfluteten Flächen gedeiht, aber nicht ständig im Wasser steht. Also Queller statt Schilf – da tut sich was.