Beim Frisör

Normal gibt es so etwas gar nicht mehr – ein Frisör, der Haare schneidet und keine Pflegeprodukte verkaufen will.

Es ist mal wieder so weit, ich sehe aus wie der letzte Zausel – also ab zu Gotthard, Inselfrisör seines Zeichen, Ladeninhaber, Thekenkraft im Seehund, Schauspieler der Inselbühne und, ja – gut informiert. Der Salon ist immer wieder ein Erlebnis – Erinnerungen an Kindertage werden wach – die Stühle in braun, mit integriertem Aschenbecher!!!, die Trockenhauben in orange, der Meisterbrief an der Wand und mittendrin Gotthard Hagenström.

„Setz dich man hin – mmh, ob da noch was zu retten ist?“ Klar, es geht immer noch was, Gotti kriegt das hin, besonders beliebt sind seine Hochsteckfrisuren (nee, nicht für mich, zu wenig Haare) – aber ein Geheimtipp für alle Damen, die auf der Insel in Weiß heiraten wollen – Anmeldung erforderlich. Das Gespräch plätschert so dahin, man tauscht sich aus, passiert ja viel auf so einer kleinen Insel. Der Haarschnitt dauert immer so lange wie das Gespräch, oder umgekehrt – ein Profi, der Mann. „So, jetzt geht´s wieder …“ Danke Meister … und wie gesagt, ohne Pflegeprodukte.

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